Lehmgewinnung

LehmgrubeZunächst einmal stellt sich die Frage, ob Lehm überhaupt einfach zu finden ist, und wenn ja, wo.
Betrachtet man den Aufbau der Erde, stellt man fest, dass ein großer Teil davon aus Lehm besteht. Vor allem die Erdkruste besteht zu großen Teilen daraus. Besonders in Mitteleuropa gibt es reichhaltige Vorkommen. Deutschland ist dafür ein herausragendes Beispiel. In den meisten Regionen ist Lehm zu finden.
Um den Lehm fachgerecht abzubauen, und vor allem die optimale Lehmschicht zu finden, die als Baustoff geeignet ist, gibt es spezialisierte Unternehmen.

Sieht man bei Fahrten oder Streifzügen durch das Land Plateaus, die wie Erde aussehen, könnte es sich dabei um eine Lehmgrube handeln. Grube ist dabei ein etwas irreführender Begriff, denn abgetragen wird der natürliche Baustoff über der Erde.
Dazu kommen Bagger und sogenannte Schürfwagen zum Einsatz, die bevorzugt im Frühjahr und Sommer arbeiten, denn wenn der Boden durch Niederschläge aufgeweicht ist, gilt das Arbeiten in der Lehmgrube als unmöglich. Es bildet sich eine große Schlammfläche, die ein Vorwärtskommen der Baumaschinen auf Tage verhindert. Lehm kann also nur bei trockenen Bedingungen abgebaut werden.
Die Lehmgrube ist dazu trichterförmig angelegt. Die Schürfwagen fahren den Hang hinunter und kratzen dabei die lose Lehmschicht ab, die dann auf den Boden der Lehmgrube fällt. Das gewonnene Material wird auf einen Lehmberg transportiert, der „Miete“ genannt wird. Nach der Vermischung durch einen Bagger kann der Transport zur Weiter-verarbeitung beginnen.
Manchmal geht es dann zum Brennen von Ziegeln in eine Ziegelei oder zur Weiterverarbeitung, um den Lehm als ökologisch sinnvollen Baustoff einzusetzen.