Wissenswertes

LehmhausorangeLehm ist heute wieder in aller Munde und freut sich als ökologischer Baustoff zunehmender Beliebtheit.
Aber was ist eigentlich Lehm?
Lehm besteht aus einer Mischung aus Sand, Ton und Schluff und entsteht bei chemischer Gesteinsverwitterung oder durch Ablagerung.

Alle Lehme quellen bei Wasserzutritt auf und schwinden bei Trockenheit. Besonders im Lehmbau ist diese Eigenschaft zu beachten.
Lehme mit hohem Tonanteil werden als „fett“ bezeichnet; Lehme mit geringem Tonanteil werden „mager“ genannt.

In feuchtem Zustand ist Lehm gut formbar, in trockenem Zustand fest und stabil. Das Abbinden erfolgt durch die Verdunstung des Wassers und der enthaltene Sandanteil wird durch den Ton verklebt. Übrigens: nur trockener Lehm ist auch wirklich frostbeständig.

Als ältestes massives Baumaterial hat der Lehm endlich wieder seinen verdienten Platz unter den Baustoffen gefunden. Der Lehmbau hat seinen Ursprung im Nahen Osten und Vorderasien. Die ersten Städte der Menschheit wurden aus diesem Baustoff errichtet.
In Mitteleuropa ist der Lehmbau seit etwa 8000 Jahren nachgewiesen. Zur Zeit der Industrialisierung galt Lehm als minderwertig und verlor seine Bedeutung als Baustoff.

Das seit den 80er Jahren neu entdeckte Bewusstsein für Umwelt und nachhaltiges Bauen verhalf dem Lehmbau zur Wiederentdeckung. Heute gilt er als abfallfreies und umweltgerechtes Baumaterial.